Unsere Umwelt

Umweltprojekt: Patronat Hirschkäferhabitat

Mit 1.1.2015 haben wir das Patronat für das Hirschkäferhabitat im Stadtwald Mödling (im Brentenmais) übernommen. Bei dem Gebiet in Größe von 4,5 ha handelt es sich um einen Eichenwald mit höchster Biodiversität. Durch unsere Unterstützung kann von einer regulären Holznutzung, also der Entnahme von Biomasse, abgesehen werden und der Wald wird ganz der Natur überlassen. Dadurch verbleibt das bereits gebundene CO2 (1.970 Tonnen) im Boden und gerät nicht neu in den natürlichen Kreislauf. Zusätzlich werden jährlich rund 45 Tonnen CO2 neu gebunden und die Atmosphäre um diese Menge weniger belasten. Wir sind erleichtert, unseren CO2-Fußabdruck damit reduziert zu haben.

Wie der Name schon vermuten lässt, findet der stark gefährdete Hirschkäfer in dem Gebiet auch die für ihn lebensnotwendigen Bedingungen vor. Der Verbleib des Totholzes im Wald – bevorzugt Eichenholz – ermöglicht es den Insektenlarven sich in den Wurzeln, Stämmen und Stümpfen der toten Bäume zu entwickeln. Diese Entwicklung dauert, je nach Qualität des Holzes, zwischen 5 und 8 Jahren. Aber auch andere Arten wie zum Beispiel Wildschweine und Feuersalamander profitieren von diesem Naturparadies im Mödlinger Stadtwald.

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„Nach unserer Zertifizierung nach ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 50001 (Energiemanagement) im Jahr 2013 war es nur ein konsequenter Schritt sich auch aktiv am Schutz unserer Umwelt zu beteiligen. Dabei waren Nachhaltigkeit und Regionalität für uns wichtige Kriterien. Wir sind daher sehr glücklich dieses tolle Projekt, und mit der Stadtgemeinde Mödling so engagierte Partner gefunden zu haben. “ Ing. Claudia Wallner, Qualitätsmanagement

Der Hirschkäfer – das Insekt des Jahres 2012

Hirschkäfer

Hirschkäfer kommen in wärmeren Teilen Mittel-, Ost- und Südeuropas vor. Sie leben in Laubholzbeständen, besonders an alten Eichen und schwärmen vor allem von Mitte Juni bis Ende Juli, meist in der Dämmerung an lauen Abenden und brummen laut im Flug. Die Männchen werden bis 90 mm, die Weibchen bis 50 mm groß. Im Vergleich zu den Weibchen haben die Männchen die charakteristischen großen Kieferzangen, dem Geweih. Die Lebenserwartung eines erwachsenen Hirschkäfer drei bis acht Wochen.

Hirschkäfer bevorzugen für ihre Entwicklung Altholzbestände, die älter als 150 Jahre sind, mit einem möglichst hohen Anteil an alten und morschen Bäumen und vor allem Baumstümpfe. Denn nach der Paarung gräbt sich das Weibchen 30 bis 50 cm tief in die Erde ein und legt seine Eier außen an morsche Wurzelstöcke, vor allem von Eichen, ab. Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die Larven. Für ihre Entwicklung benötigen sie meist fünf Jahre, es können aber auch sechs bis acht Jahre bis zur Verpuppung vergehen. Sie ernähren sich von mehr oder weniger in Zersetzung befindlichem, morschem, feuchtem und verpilztem Holz.

Gefährdung und Schutzstatus
Der Hirschkäfer ist in Österreich potentiell gefährdet, sein Bestand hat stark abgenommen. Das liegt vor allem am Verhalten der Forstwirtschaft, die keine anbrüchigen und toten Bäume zulässt und so den für die Entwicklung der Laven notwendigen Lebensraum zerstört.