Kärntnermilch

Wärmerückgewinnung

Bei der vor über 85 Jahren gegründeten Kärntnermilch mit Sitz in Spittal an der Drau werden jährlich 130 Millionen Kilogramm bester Rohmilch zu qualitativ hochwertigen Produkten verarbeitet. Dabei sind Frische, Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität die vier Grundpfeiler auf denen das gesamte Agieren des Unternehmens basiert. Im Sinne eines umwelt- und ressourcenbewussten Handelns war die Wärmerückgewinnung der durch die Dampfkesselanlage erzeugte Energie ein Thema.

Aufgabenstellung

Die Molkerei wird mit zwei Dampfkesseln betrieben, wovon einer als Haupt- und der andere als Ersatzkessel dient. Die vor dem Wärmerückgewinnungs-Projekt bestehende Anlage war schon etwas in die Jahre gekommen und entsprach daher nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Konsequenterweise konnte sie energetisch nicht voll genutzt werden und sowohl Brennstoffverbrauch als auch Kosten waren unnötig hoch. Die Optimierung der Dampfkesselanlage versprach eine Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades.

Technische Umsetzung des umfassenden Wärmerückgewinnungskonzept

Ein neuer 6.000 kg/h Dampfkessel, der statt einem der beiden älteren Kessel, ins bestehende Dampfsystem eingebunden wurde, wurde nach einer exakten Bedarfsdatenermittlung optimal auf den Bedarf von Kärntnermilch ausgelegt. Zur weiteren Verbesserung des Kesselwirkungsgrades wurde ein Abgaswärmetauscher eingebaut, der zur Aufheizung des Speisewassers verwendet wird und die Abgastemperatur reduziert. Ebenso wurde ein Kondensations-Abgaswärmetauscher montiert, der der Aufheizung des Prozesswassers dient. Als Brenner wurde ein moderner Zwei-Stoff-Brenner (Erdöl, Erdgas) zur Ausfallssicherheit eingesetzt, welcher, neben der Einhaltung von niedrigsten Abgasemissionswerten und einer optimalen Brennstoffausnutzung durch O2-Regelung, durch besonders geringen Stromverbrauch ebenso zur Wirkungsgradverbesserung der Gesamtanlage beiträgt. Durch dieses umfassende Wärmerückgewinnungskonzept wird der Dampfbedarf und der Energiebedarf gesenkt und der Wirkungsgrad sowohl des Dampfkessels als auch der Gesamtanlage erhöht. Der zweite bestehende, nicht ausgetauschte ehemalige Hauptkessel, dient als Ersatzkessel.

Ergebnis

Neben den messbaren Ergebnissen wie der Reduktion der Betriebskosten, dem verringerten Brennstoffbedarf, der Reduktion der Abgastemperatur durch Abgaswärmetauscher und dem verbesserten Gesamtwirkungsgrads ist die Dampfkesselanlage durch den Zwei-Stoff-Brenner ausfallsgesichert.

Diese nachgewiesene Einsparung beträgt 2.361.695 kWh pro Jahr, was auch klimaaktiv durch die Auszeichnung der Energieeffizienzmaßnahme im Dezember 2016 honorierte.

Siehe auch klimaaktiv-Projektpartner Kärntnermilch

Unsere Leistungen

  • Generalunternehmung
  • Einreichplanung
  • Engineering
  • Lieferung
  • elektrische und mechanische Montage
  • Mess- und Regeltechnik
  • Schulung des Betriebspersonals
  • Inbetriebnahme
Alle ReferenzenKesselanlagenEnergieoptimierung